Septemberkinder 89 – Über alle Grenzen

Septemberkinder 89 – Über alle Grenzen

Ein Jugendroman, der die Wende aus Kinderaugen erzählt – atemlos, berührend und unvergesslich.

Spätsommer 1989. Paul ist dreizehn, als seine Eltern über Nacht verschwinden. Ein Abschiedsbrief, ein Umschlag mit Geld, zwei leere Rucksäcke – mehr bleibt ihm und seiner neunjährigen Schwester Michi nicht.

„Wir gehen nicht ins Kinderheim!“ Wagemutig fasst Paul einen Entschluss:
Er tarnt die Flucht als Spiel und bricht mit Michi auf. Zu Fuß, quer durch die Tschechoslowakei, immer an der Moldau entlang Richtung Österreich.

Es beginnt eine atemberaubende Odyssee durch ein fremdes Land, geprägt von der ständigen Angst, entdeckt zu werden. Auf ihrem Weg treffen die Geschwister auf Menschen, die bereit sind, alles für sie zu riskieren – und auf andere, die ihnen zum Verhängnis werden können.

Als der Abenteurer, der er immer sein wollte, kämpft Paul verbissen gegen Erschöpfung, Rückschläge und die Last, Michis einziger Schutz zu sein. Dabei verliert er Stück für Stück seine Kindheit – und gewinnt etwas, das größer ist als Angst.

Doch der Grenzzaun wartet. Und die Frage, ob Liebe und Entschlossenheit stärker sind als Stacheldraht und Grenzsoldaten.

Septemberkinder 89 verbindet historische Authentizität mit der emotionalen Wucht eines Abenteuers, das unter die Haut geht – ein Buch, das Generationen verbindet.

Mit einem Nachwort von Oliver Uschmann

Über alle Grenzen
Autor: Krisz Hardy (Pseudonym)

252 Seiten
Broschur: 12,5 x 19 cm
Preis: 18,00 Euro
ISBN: 978-3-910866-35-5

Kristian Szücs alias Krisz Hardy

Kristian Szücs alias Krisz Hardy

Über den Autor Kristian Szücs alias Krisz Hardy wurde 1980 in Görlitz geboren. Er erlernte nach Abitur und Bundes-wehr Informationstechnologie in München, wo er sechzehn Jahre lang lebte, bevor er 2015 mit Frau und Sohn in die Heimat an der Grenze zu Polen zurückkehrte. Bereits in der Jugend schrieb er gern Geschichten und veröffentlichte 2020 im Selfpublishing seinen ersten Roman. Der Roman Septemberkinder 89 ist davon geprägt, wie Szücs selber mit erst neun Jahren im Flur der Altbauwohnung stand und seinen Vater zur Mutter sagen hörte: »Wenn es schief geht, dann nehmt das Auto und haut ab nach Ungarn«. Was hätte schiefgehen können, war in seinem Fall aber nicht die Flucht, die er als Ungar ohne Weiteres mit der Familie hätte organisieren können, sondern die Montagsdemos, an denen er zusammen mit Arbeitskollegen und Freunden teilnahm, um sein sozialistisches Heimatland zu verändern. In den wenigen Monaten der Jahre 1989/90 war der europäische Gedanke auf dem ganzen Kontinent spür- und erlebbar. Ein Lächeln der Grenzer bei Sopron genügte und die DDR-Flüchtlinge ver-standen, dass sie gefahrlos nach Österreich gelangen konnten. In diesem Sinne hat den Autor die Erfahrung geprägt, dass man nicht die gleiche Sprache sprechen muss, um sich zu verstehen, sondern Offenheit, Ehrlichkeit und Respekt alle Menschen verbinden. Eine Botschaft, die der Roman gerade in den heutigen Zeiten der neuen Spaltung durch sein Abenteuer transportieren soll.

Der Kernbeißer

Der Kernbeißer

Nach dem Krebs ins Leben: Bewegender Roman über Neuanfang und späte Liebe

Ein Knoten in der Brust, ein Vogel, der gegen die Scheibe fliegt – und nichts ist mehr, wie es war. Steffi, Forschungsreisende und Biologin, hat ihr Leben lang Gefahren getrotzt, Expeditionen überlebt, eine Flucht aus der DDR gewagt. Nun steht sie vor einem Gegner, dem sie nicht ausweichen kann.

Sie kämpft, wie sie es immer getan hat: allein, entschlossen, ohne jemanden einzuweihen. Die Chemotherapie wird zur Expedition ins eigene Innere, jede Bestrahlung eine Etappe, die sie dokumentiert. Doch inmitten der Erschöpfung beginnt etwas zu bröckeln – ihre Überzeugung, dass Alleinsein Stärke bedeutet.

Als sie Helmut begegnet, einem Mann, der so gar nicht in ihr bisheriges Leben passt, wächst langsam etwas Unerwartetes heran. Ein Vertrauen, das sie längst aufgegeben hatte. Die Erkenntnis, dass geteiltes Glück nicht schwach macht, sondern erst zum Leuchten bringt.

Carmen Rohrbachs autobiografischer Roman verbindet Naturbeobachtung, existenzielle Tiefe und eine berührende Liebesgeschichte. Ein Buch für alle, die wissen, dass das Leben manchmal dort beginnt, wo man es nicht mehr erwartet hat.

Interview

„Wenn mein Buch Mut macht, so würde mich das freuen“

Bestsellerautorin Carmen Rohrbach über ihren neuen Roman „Der Kernbeißer“

Frau Rohrbach, Sie sind eine der bekanntesten Reiseschriftstellerinnen, wie kommt es, dass Sie jetzt einen Roman geschrieben haben? Darin geht es um eine Frau, die mitten im Leben steht, als sie plötzlich von der Diagnose Brustkrebs überrascht wird. Da Sie vor allem bekannt geworden sind, durch ihre Abenteuer- und Reisebücher. Noch einmal: Wieso haben sie jetzt so ein ganz anderes Buch geschrieben?

Meine bisherigen Bücher sind Reise-Erzählungen, also keine tagebuchartigen Berichte und keine Reiseführer. Ich habe auch in diesen Büchern die Erlebnisse literarisch verarbeitet.

Hat dieser Roman autobiografische Züge? 

Das Buch ist in der Ich-Form geschrieben, denn nur so konnte ich meiner Romanfigur nahe kommen. Jedoch, ohne die gleiche Erfahrung wie meine Protagonistin zu machen, hätte ich das Buch nicht schreiben können.

Welche Botschaft hat Ihr Roman?

Ob er eine Botschaft hat, möchte ich dem Leser überlassen. Aber ja, vielleicht gibt mein Buch den Menschen, die ebenfalls, wie Steffi eine lebensbedrohliche Krankheit haben, den Rat, sich nicht aufzugeben. Wenn mein Roman Mut macht, so würde mich das freuen.

Wie leicht oder schwer ist es Ihnen gefallen den Roman zu schreiben? Und ihn zu veröffentlichen?

Den Text zu verfassen ist mir leicht gefallen. Während meiner eigenen Erkrankung hat mir das Schreiben geholfen, zu reflektieren und die Situation besser zu verstehen. Für mich war es eine Art Therapie. Dass daraus ein Buch wird, war lange nicht der Plan. Ich konnte mir zunächst nicht vorstellen, dass sich Leser für dieses Thema interessieren würden. Als ich Mitglied einer Autorengruppe wurde, sollte jeder einen Text aus der Schublade mitbringen. Ich las einige Seiten meiner Krankheits-Protokolle und war wirklich sehr überrascht, als man mir zuredete, daraus ein Buch zu machen. Das motivierte mich, den Text zu überarbeiten und Steffi als mein Alter Ego einzuführen.

Was ist der Unterschied zwischen Ihren Reiseerzählungen und diesem persönlichen Buch?

Der Unterschied ergibt sich durch das Thema. In meinen Reisebüchern spielen die Begegnungen mit Menschen in den einzelnen Ländern eine große Rolle. Menschen, wie im Jemen oder in der Mongolei, die ein ganz anderes Leben haben, als wir in Deutschland. In diesen Büchern sind sie die Hauptpersonen und ich, die Reisende, nur die Verbindung zwischen ihnen und dem Leser. Die erste Erfahrung soviel von mir selbst preiszugeben hatte ich bereits mit meinem Buch „Solange ich atme“ gemacht, in dem es um mein Leben und meine Flucht aus der DDR geht.

Warum heißt das Buch „Der Kernbeißer“? Ist damit der Vogel gemeint?

Ja, als Symbol verkörpert er Kraft und Willenstärke, er steht für Freiheit und Überlebenswillen. Ich habe diesen Vogel gewählt, weil er unter den Finkenvögeln durch seine Körpergröße heraussticht, sich gegen Angriffe zur Wehr setzt und mit seinem kräftigen Schnabel selbst Kirschkerne knackt. Die Romanheldin findet einen toten Kernbeißer, genau an dem Tag, da sie von ihrer Krebserkrankung erfährt, und auch am Ende begegnet ihr dieser Vogel wieder.

Der Kernbeißer - Carmen Rohrbach

Der Kernbeißer
Autorin: Carmen Rohrbach

248 Seiten
Softcover 12,5 x 19 cm
18,00 €
ISBN 978-3-910866-33-1

 

Carmen Rohrbach

Carmen Rohrbach

Über die Autorin  Carmen Rohrbach weiß, wovon sie schreibt.Die promovierte Biologin, Abenteurerin und vielfach ausgezeichnete Autorin hat ein Leben jenseits der ausgetretenen Pfade geführt. Nach einem Fluchtversuch aus der DDR und zwei Jahren Haft im Frauengefängnis Hoheneck wurde sie von der Bundesrepublik freigekauft und begann ein neues Leben in Freiheit.Sie forschte am Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie, lebte bei Nomaden in der Mongolei, durchquerte den Jemen mit einem Kamel, folgte dem Jakobsweg mit einem Esel, durchstreifte Patagonien zu Fuß und auf dem Pferd und lebte allein im Winter in einem Blockhaus in Kanada.In zahlreichen Büchern hat sie von ihren Reisen, von Einsamkeit, Grenzerfahrungen und innerer Stärke erzählt.Auch in diesem Roman schöpft Carmen Rohrbach aus einem reichen Erfahrungsschatz – aus gelebter Freiheit, aus existenziellen Brüchen und aus der tiefen Erkenntnis, dass das Leben selbst in seinen dunkelsten Momenten überraschende Wendungen bereithält..Die Autorin Sylke Hörhold (Jg. 1965) lebt und arbeitet in einem besonders schönen Teil des Oberlausitzer Berglands. Hier spielen sich auch die fiktiven Geschehnisse ihrer kleinen Reihe der Oberlausitzkrimis ab. Sie ist Mutter von zwei erwachsenen Söhnen und wohnt mit ihrem Mann in einem Haus im Pilzdörfel, einem Ortsteil der Gemeinde Sohland an der Spree. Familiengeschichten, historische Geschichten und Sagen aus der Oberlausitz interessieren sie ebenso, wie heilsame Geschichten für kleine und große Kinder. In ihrem Hauptberuf ist sie Psychotherapeutische Heilpraktikerin und Referentin für Hospiz und Trauerbegleitung. Ihre Profession des seelischen Heilens verbindet sie in verschieden Schreibkursen auch mit ihrer großen Leidenschaft für das Schreiben.

Unser erster Sommer am See – Schwedenträume

Unser erster Sommer am See – Schwedenträume

Nach dem Tod ihrer Mutter gerät Elenas Leben aus den Fugen. Eine haltlose Beziehung, ein leerer Alltag und das Gefühl, nirgends dazuzugehören, lassen sie eine kühne Entscheidung treffen. Sie trennt sich von Malte, verkauft ihr Haus und zieht mit ihrem neu erworbenen Camper los – mutig, aber ohne Plan.

Dabei verschlägt es sie ausgerechnet nach Schweden, dem Land ihres Vaters, der sie vor vielen Jahren verlassen hat. Als sich Elena schließlich inmitten ihrer schwedischen Familie wiederfindet, begreift sie, dass sie den Schatten der Vergangenheit nicht länger ausweichen kann.

In dieses Gefühlschaos hinein begegnet sie Jonas, dem schweigsamen Gärtner mit traurigen Augen. Nach einem Unfall lehnt er jede Hilfe ab – besonders ihre. Elena versucht, ihm aus dem Weg zu gehen. Hatte sie sich doch geschworen, sich nie wieder auf komplizierte Typen einzulassen. Allerdings hüpft ihr Herz, sobald auch nur sein Name fällt. Bleibt nur eines: Sie muss herausfinden, was sich hinter seiner Traurigkeit verbirgt.

Eine berührende Geschichte über Verlust und Vergebung, über das Ankommen bei sich selbst – und über eine Liebe, die leise beginnt, aber vielleicht alles verändern kann.

„Unser erster Sommer am See“ ist der 2. Teil der „Zeit für Träume“ Reihe. Die Romane sind in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden.

Unser erster Sommer am See - Schwedenträume

Unser erster Sommer am See – Schwedenträume
Autorin: Frida Luise Sommerkorn – Jana Thiem

364 Seiten
Broschur: 12,5 x 19 cm
Preis: 16,90 Euro
ISBN: 978-3-910866-32-4